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____________________________________________________________________ Präampel ________
   
 
    

Eine Chronik ist ein unerschöpfliches Werk an Sammlungen von Wissen und ein ständiges Werten von Informationen, sowie das Sichten von alten und neuen Bildmaterialien. Enden wird eine Chronik nie und sie wird deshalb ständig erweitert. Lesen und Schätzen Sie die ständig erweiterte Chronik selbst und schauen Sie doch wieder einmal rein.

 


 die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Wilkau-Haßlau



______________________________________________________________________ Legende _______ 

>> 1878 bis 1935 - die Feuerwehren zu Wilkau, Niederhaßlau, Bockwa, Rosenthal und Haara

>> 1930 bis 1945 - die Feuerwehr Wilkau-Haßlau entsteht

>> 1945 bis 1990 - ein schwerer Start

>> 1990 bis heute - neue Zeit und neue Aufgaben

  
 

1878 bis 1933 - die Feuerwehren zu Wilkau, Niederhaßlau, Bockwa, Rosenthal und Haara mit Halblöschzug Neuhaara


  Am 10.Mai 1878 versammelten sich in der Gemeinde Wilkau Männer, um die Gründung einer Feuerwehr voranzutreiben und setzen dies um.  Die erste Feuerwehr in Wilkau ist mit dem 31.Oktober 1878 gegründet worden. Am Tag der Gründung stieg die Zahl der Kameraden auf 78 an. Es wurden 3 Züge gebildet: Rettungszug, Steigerzug und Spritzenzug; weiterhin wurden 1979 ein Gerätewagen, Anstelleitern, Stockleitern und eine Handdruckspritze in Dienst gestellt und alle Kameraden mit Uniformen ausgestattet. 1889 bekommt die Wehr einen Schlauchwagen gespendet und gründet einen 4.Zug, den Schlauchzug.
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   erster Führer der Feuerwehr zu Wilkau


         Schuldirektor und Gründungsmitglied
         Adolf Hackel                            
                    (1878-1891)

             
 Wichtigster Sponsor und Förderer war die ortsansässige Kammgarnspinnerei Heinrich DietelDiese Zweckgemeinschaft verschaffte der Feuerwehr  Technik und der feuergefährdeten Unternehmung günstigere Versicherungsbeiträge. Schon damals  konnte ein Unternehmen bei Vorweisen einer leistungsfähigen Feuerwehr Versicherungskosten  sparen.

  Der erste Einsatz zur Brandbekämpfung war zu Weihnachten 1878, ein Stubenbrand am 25.12.1878 bei der Fleischerei Kästner.

 Das erste Gerätehaus befand sich auf der Kirchberger Straße/ Ecke Bachstraße im ehemaligen Armenhaus. Kurze
Zeit später bezog die Feuerwehr Wilkau ihr erstes dauerhaftes Domizil in der Firma Kammgarn Dietel (Zugang Tor 2)

  Zum Jahr 1890 errichtete man im damals eigenständigen Ort Rosenthal ein Spritzenhaus für 457,62 Mark, zum Jahr 1910 ging die Feuerlöschgruppe Rosenthal in der Feuerwehr Niederhaßlau auf.

 Am 07. August 1892 wurde die Feuerwehr Niederhaßlau im Gasthof "Bogenstein" gegründet.

  Zum 1. Oktober 1892 ging die erste elektrische Straßenbeleuchtung Sachsens mit Strom aus der Kammgarnspinnerei Dietel in Dienst, eine Revolution im damaligen Sachsen.
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Spritzenzug Wilkau 1928
s
  Die Freiwillige Feuerwehr Niederhasslau gründet sich am 07.August 1892 im Gasthaus "Bogenstein" mit den Initiatoren Albin Bach, Oskar Seidel, Eduard Förster, Albert Mildner, Albert Hahn, sowie Mühlenbesitzer Moritz Kunze.
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    zweiter Führer der Feuerwehr zu Wilkau


         Fabrikdirektor
         Guido Willibald Nier              
                    (1892-1908)

            
 Mit dem 01. August 1898 wurde die erste Dampfspritze Sachsens in der Gemeinde Wilkau durch die Feuerwehr in Betrieb genommen. Hergestellt wurde diese bei der Fa. Busch in Bautzen, finanziert durch die Dietel - Kammgarnspinnerei. Zum 11. September fand im Anschluss dann der Verbandstag Zwickau-Glauchau in Wilkau statt.
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 Im August 1901 wurde die erste Mechanische Leiter (Nier-Leiter) in Dienst gestellt. Eine Präsentation zur Leiter, sowie eine umfangreiche Biografie zum Erbauer, dem ehemaligen Kameraden Willibald Nier finden Sie in der Rubrik der  Historienfahrzeuge.


                                                                                       
                                                                                   
 erster Führer der Feuerwehr zu Hasslau  

                 Albin Bach    
(1892-1902)            
 








 Am 09.Juli 1903 wurde der erste Hydrant in Betrieb genommen, bis 1905 stieg deren Zahl auf 52. Im Jahr 1904, genau am 08.Oktober wurde die erste Wilkauer Feuermeldeanlage an die Kameraden übergeben.

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Fabrikant Herbert Dietel und Bürgermeister
Ernst Kleinhempel,  zwei entscheidende Förderer der Feuerwehr Wilkau
  

                                                                               
                                                              


1905: 8300 Einwohner in Wilkau


 Im Jahr 1911 wurde die 2. Dampfspritze angeschafft, aber schon im Juni 1922 löste die erste Motorspritze das Ende der Dampfära in Wilkau aus.


 Auf Beschluss des Gemeinderates werden Pflichtfeuerwehrleute zum Ausgleich der Verluste des Weltkrieges bestimmt.

___________________________________________________________ Wilkauer Impressionen ________



   
 Gedenkafel zum 1.WeltkriegMusikchor 1925 Sanitätszug 1928
   
   
 Feuerwehr Haara 1920 Verbandstag 1927 in Wilkau Steigerzug 1930 Wilkau
   
   
Inspektion 1921 Truppe Inspektion 1921 Technik  Kinderfeuerwehr  Wilkau 1928
   
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    dritter und vierter Führer der Feuerwehr zu Wilkau


    Friedrich Dietzsch         
            (1909-1919)
          Richard Lorenz    
                                                                  (1920-1930)
                                                    
       
  Am 1.Oktober 1924 ging die Gemeinde Haara in Wilkau auf und mit der Gemeindeeingliederung bildete die Feuerwehr Haara und der Halblöschzug Neuhaara einen Löschzug innerhalb der Gemeinde Wilkau. Besonders zu nennen ist hier der ehemalige Halblöschzug des 1911 gegründeten Ortsteil Neuhaara. Aufgrund einer stagnierenden Entwicklung der Ortschaft erreichte der Halblöschzug niemals den Status einer handlungsfähigen Löschgruppe.

Mit dem 26.09.1924 wird der Sanitätszug durch Angehörige des Roten Kreuz gegründet.

 In Culitzsch Gründet sich mit Beratung aus Wilkau eine eigene Freiwillige Feuerwehr 1926. Im selben Jahr erhält die Motorspritze erstmalig eine eigene Ansaugpumpe von der Firma Flader Jöhstadt.

 1927 fand in Wilkau der Verbandstag der Feuerwehren aus dem Raum Zwickau, Werdau und Glauchau mit 5000 Teilnehmern statt.

 Zum Jahr 1928 wurde ermittelt, dass die Feuerwehr von Wilkau seit ihrer Gründung  zu 80 Einsätze in Wilkau und zu 90 Einsätze in Nachbargemeinden gefahren war.
Im selben Jahr wurde das 50jährige Jubiläum gefeiert.


                                       










Dampfspritze (1898 bis 1922) vor dem  Steigerturm


 Wenig später bezog die Feuerwehr Wilkau auf dem Gelände der Kammgarnwerke Dietel ein neues Gerätehaus im Bereich des Haupteinganges. Weiterhin diente das Ausbildung- und Übungsgelände "Tummelwiese" mit dem Steigerturm der Feuerwehr.

1929 erhält die Feuerwehr Niederhasslau als Ersatz für ihre Handdruckspritze ebenfalls eine Flader Motorspritze.
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letzter Führer der Feuerwehr zu Wilkau


Schokoladenfabrikant
Willi Stengel            
    (1931-1935)
                   
 
dritter und vierter Führere der Feuerwehr zu Hasslau


          Max Paschen
(1927)     

     Ernst Schlegel           
 (1928-1935)                                                      
                                                                      
 



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1933 bis 1945 - die Feuerwehr Wilkau-Haßlau entsteht

Am 01.Mai 1934 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinden Niederhasslau und Wilkau zur Stadt Wilkau-Haßlau.

 Am 19. März 1935 gaben die Feuerwehren der Gemeinden Wilkau und Niederhaßlau in einer Vereinigungsversammlung nach der Stadtgründung Wilkau-Haßlau ihre Selbstständigkeit auf. Die neue Wehr wurde in drei Kompanien aufgeteilt, zwei in Wilkau und eine in Haßlau. Sie standen unter dem Befehl von Kommandanten Stengel. Oberzugführer waren Weichert (1.Zug), Grafe (2.Zug) und Oberführer Ernst Schlegel (3.Zug). Am 30. Oktober wurde die vereinigte Wehr auf dem Stiftungsfest im Hotel "Stadt Kirchberg" gefeiert.
    








Motorspritzenzug (um 1935)
 vor dem Gerätehaus


I
 Kommandant Willi Stengel aus Wilkau wurde ein Jahr später durch Branddirektor Max Hübner als Wehrleiter für Wilkau-Haßlau  beerbt.
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erster Wehrleiter der Feuerwehr Wilkau-Haßlau

Gerbereifabrikant                                                 


Max Hübner                
   (1936-1942)

 
 Zu Himmelfahrt 1936 wurde die Bubenwehr in Leben gerufen. Nach mehren Umbenennungen, bilden einer FDJ-Gruppe und Neugründungen ist unter dem Namen Jugendfeuerwehr und Feuerwehrminis bis in die Neuzeit Jugendarbeit ein Standbein der Feuerwehr.

 Im Jahre 1936 (12.November) bekam der Stadtteil Hasslau eine neue Feuermeldeanlage. Ein Jahr später erhielt die Feuerwehr Wilkau-Haßlau neue Uniformen und Helme aus Stahl.


 1938 erfolgte die Einbeziehung in den Kriegsschutzdienst, worauf die Fahrzeuge grün  lackiert    wurden   und  alle  polizeiliche
Hoheitszeichen tragen mussten (Feuerschutzpolizei). Im Jahr verfügte die Wehr über 137 Mitglieder.

   


   
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 1939 wurde die Feuerwehr Bockwa mit der Teilung der Gemeinde Bockwa durch Zwickau und Wilkau-Haßlau aufgelöst, die 27 Kameraden und die mechanische Leiter wurden von der Feuerwehr Wilkau-Haßlau übernommen.

 Zu Beginn des 2. Weltkrieges 1939 lichteten sich die Reihen der Wehr durch Einberufungen. 1940 wurden deshalb Mitglieder der Hitlerjugend für den Dienst in der Feuerwehr ausgebildet. Die Stadtverwaltung verpflichtete ältere Männer zum "Feuerwehrnotdienst". Am 5. Januar wurde der Vereinsstatus der Feuerwehr gelöscht. Sie gehörte nun zur Polizei und war dem Kreisamt unterstellt.

 1940 wird die erste Heultonsirene auf den Rathaustum gesetzt.

"Neue Zwickauer Zeitung" 27.November 1941

 

 1941 kauft die Kammgarnspinnerrei Dietel für die Feuerwehr Wilkau-Haßlau ein neues Löschfahrzeug. Der Wagen LF 15, Typ Mercedes ist in der Farbe grün. Nach dem Krieg wird das Fahrzeug nach dem Ende der Feuerschutzpolizei  in  der  feuerwehrüblichen roten  Farbe lackiert,  ihren  Dienst verrichtete dieses  LF 15  bis  ins Jahr 1960  bei  der  Freiwilligen  Feuerwehr  Wilkau-Haßlau und wurde am 23.02.1964 an den ortsansässigen Fuhrunternehmer Wolfram für 1500,- Mark zur Ersatzteilgewinnung verkauft.

__________________________________________________________________ Impressionen ________



die Mannschaft der Feuerwehr 1942
 zum Einsatz 1936

zerstörte Häuser in der Neuwilkauer Straße
nach amerikanischen Bombenangriffe 1944

  1941 wurde durch die Landesregierung eine Verdreifachung der Wehr angeordnet. Das war durch Heranziehen von Kindern, älteren Männern und Frauen möglich. 1943 wurde sogar verordnet, dass sich Zahnärzte dem Feuerwehrnotdienst nicht entziehen dürfen. Der Luftangriff vom 11. September 1944 brachte für die Feuerwehr einen besonderen Einsatzschwerpunkt. Bei  diesem Luftangriff  kamen 12 Menschen ums  Leben und  es  wurden  5
Häuser zerstört. Weiterhin wurden 38 Menschen verletzt, worunter sich 2 französische Kriegsgefangene befanden, und 35 Gebäude wurden mehr oder weniger schwer  beschädigt. Am 17. April 1945 war in Wilkau-Haßlau der Krieg durch den Einmarsch amerikanischer Truppen vorbei, jedoch bei Kampfhandlungen am 1. Mai kamen weitere 3 Menschen ums Leben und mehrer   Gebäude   wurden   erneut beschädigt.Die angeordnete totale Verteidigung---- 
                                                                                     
zweiter Wehrleiter der Feuerwehr Wilkau-Haßlau     


Kurt Bauer                           
(1942-1945)                      
 
              
der Stadt vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen konnte durch patriotische Einwohnerinnen glücklicherweise abgewendet werden. Anschließend war längere Zeit Wilkau-Haßlau getrennt, da Haßlau von sowjetischen Truppen und Wilkau von amerikanischen Truppen besetzt war.

1943 werden 15-25jährige Mädchen in die Feuerwehr
aufgenommen

1945 nach Ende des 2. Weltkrieges versuchte Paul Weigel die Einsatzbereitschaft der Wehr zu gewährleisten.




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1945 bis 1990 - ein schwerer Start

  Nach dem Krieg im Jahr 1946 verfügte die Feuerwehr an Technik über einen PKW Opel Olympia (Kennzeichen SF 22087), das 42er Daimler-Benz LF15, sowie über zwei Fahrzeuge Elite-Diamant (offene Ausführung) von 1925 und 1927. Weiterhin standen 2 Feuerlöschspritzen von 1887 und 1888 und eine Flader-Jöhstadt-1900-Liter-Feuerlöschpritze von 1927 zur Verfügung.
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dritter Wehrleiter der Feuerwehr Wilkau-Haßlau

                                                                                   
behördlich berufen, sowie späterer Ehrennamensgeber
    Paul Weigel                 
               (1945-1948)
 
           
 Am 15. November 1945 wurden die zum Feuerwehrnotdienst einberufenen Mitglieder von ihrer Pflicht entbunden. Man ermunterte sie jedoch der Feuerwehr weiterhin zur Verfügung zu stehen. Somit lag dann die Personalstärke bei 75 Einsatzkräften bei allen 3 Zügen.

  Zum 12. April 1946 wurden die Feuerwehren von der Polizei getrennt und waren wieder den Städten und Gemeinden unterstellt.

____________________________________  3 beispielgebende Brände mit der Wehr Wilkau-Haßlau ______
 historischer
 Einsatz 1:

 
6. September 1953: Großbrand des Gasthof "Drei Kronen" in Wildenfels
In der Nacht vom 5. zum 6. September brannte der Gasthof "Drei Kronen" am Markt von Wildenfels. Es kamen insgesamt 9 Feuerwehren der umliegenden Städte und Gemeinden zum Einsatz. Trotz des großen Aufgebots an Feuerwehrtechnik und Einsatzkräften konnte der totale Abbrand zweier Gebäude nicht verhindert werden. Weiterhin war in Folge des Brandes ein Todesopfer zu beklagen und ein Feuerwehrkamerad wurde mit Rauchgasverletzung im Krankenhaus behandelt. Zu diesem Einsatz bietet unsere Archiv neben dem originalen Einsatzniederschrift des Zugführers zu Wilkau-Haßlau auch zwei Zeitungsartikel.  


   
 historischer
 Einsatz 2:
    
12. November 1954: Brand der Textilunternehmung Schreiterer in Cunersdorf
An einem Freitag im November zum Jahre 1954 brannte in den Nachmittagsstunden gegen 15.00 Uhr die Textilfabrikation Schreiterer in Cunersdorf bei Kirchberg. Dabei wurde der Großteil der Fabrik ein Raub der Flammen. Tragischerweise waren hier Todesopfer zu beklagen. Zwei betriebsangehörige Frauen konnten nur tot aus dem Hochbau des Betriebs geborgen werden. Das Unternehmen wurde nie wieder aufgebaut und das Objekt stand viele Jahrzehnte als Ruine am Ortsrand von Cunersdorf. Heute ist der Betrieb abgerissen, nur der Schornstein steht noch und dient als Storchenhorst.






 
 historischer
 Einsatz 3:

01. Mai 1958: Brand des Wollschuppens des VEB Baumwollspinnerei Zwickau im
Werk II Wilkau-Haßlau

Am Abend des in der ehemaligen DDR wichtigen 1. Mai wurde die Wehr Wilkau-Haßlau und das Komando F aus Zwickau zu einem Brand eines Baumwolllagers an der Haaraer Straße alarmiert. Die hohe Brandlast führte zu einer damals sehr langen Einsatzzeit von 20.45 bis 01.30 Uhr. Trotz hohen Sachschadens waren glücklicherweise keine Personenopfer zu beklagen. Das Gebäude an der Haaraer Straße diente bis 1992 der Zwickauer Kammgarnspinnerei weiterhin als Lagerhalle. Heute ist die Backsteinhalle abgerissen und die Industriebrache wird zum Wohngebiet umgebaut.




             ________________________ Übung am Bahnhof 1966 ____________________ Frauengruppe 1970 __

 


 

                        


 Am 26. Juni 1949 bestand auch der Zug Haßlau wieder aus 21 Kameraden, wobei die Ausrüstung zu wüschen übrig ließ.


  1960 wurde ein Löschgruppenfahrzeug LF 15 Typ H3A in Dienst gestellt. (siehe Historienfahrzeuge), gleichzeitig wurde das LF 15 Mercedes aus dem Fahrzeugbestand entfernt und diente bei dem ortsansässigen Fuhrgeschäft Wolfram noch einige Jahre. Im selben Jahr wurde die Nier-Leiter stillgelegt.
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 Am 15. April 1950  gründete man die FDJ- Feuerlöschgruppe, aus der 1960 die "Jungen Brandschutzhelfer"-hervorgingen. (Jugendfeuerwehr)

 Mit dem 6. April 1963 wurde die Frauengruppe der Feuerwehr gebildet. Im selben Jahr erhält der Zug Haßlau ein neues Gerätehaus in der A-Günhter-Straße und ein  Gebrauchtfahrzeug Garant K27.

 1968 war die 90 - Jahrfeier der Wehr, zu diesem Ereignis wurde verkündet, daß die Wehr zwischen 1960 und 1968 28.000 Stunden im RAW Zwickau geleistet und dabei eine Wertschaffung von 69.000 Mark erwirtschaftet hatte.
 

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  dritter, vierter und fünfter Wehrleiter
  der Feuerwehr Wilkau-Haßlau


              Arno Küttner
(1948-1951)     
     
  Johannes Steudel            
             (1951-1956)



Schuhmacher                                    
              Kurt Müller                   
(1957)                                        
 
 
  Der Fahrzeugbestand 1970 umfasste 1 LF15 des Typ H3A im Gerätehaus Wilkau und ein Phänomen Garant im Gerätehaus Haßlau.
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sechster Wehrleiter der Feuerwehr Wilkau-Haßlau
                                                                                               
Kaufhaus-Geschäftsführer
Günther Helbig                     
      (1957-1984)

       
 Im Jahr 1972 erhielten 19 Kameraden der Wehr die ersten UKW Alarmempfänger vom TYP UFE 720. Eine zuverlässige Alarmierung der Einsatzkräfte war zum damaligen Stand der Technik nun möglich.


  1975 wurde als Ersatz für den Garant, Standort Gerätehaus Haßlau ein LF 8 Typ LO in Dienst gestellt. Das Fahrzeug ist heute im Einsatzdienst in der Ortsteilfeuerwehr Culitzsch.

___________________________________________ Maidemonstrationen in der damaligen DDR ________

 


 


1976 wurde ein Vertrag über Brandschutz mit dem VEB Kammgarnspinnerei unterzeichnet.

  Am 27.Oktober 1976 fand die 100 - Jahrfeier der Wehr statt. 1978 ersetzte ein LF 16 Typ W50 das LF15 Typ H3A. Das Fahrzeug LF 15 H3A wird noch heute von Kameraden gepflegt.

 1981 bestand die Wehr aus 46 Feuerwehrmännern und 17 Feuerwehrfrauen.

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LF 8 Typ LO, Standort GH Haßlau
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LF 16 Typ W50, Standtort GH Wilkau

 Zu Ehren des ehemaligen Wehrführer Paul Weigel wird sein Name als Ehrenname der Feuerwehr zugewiesen, sie nennt sich bis zur politischen Wende - Freiwillige Feuerwehr "Paul Weigel" Wilkau-Haßlau -.



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ab 1990 - neue Zeit und neue Aufgaben

         
siebter Wehrleiter der Feuerwehr Wilkau-Haßlau


Rainer Grummt                 
     (1984-1997)


Im Jahre 1990 nach der "Wende" wurden die Beziehungen zu unseren Partnerstädten aufgenommen, wo die Partnerstadt Griesheim mit ihrer Feuerwehr besonders zu nennen ist. Unsere Wehr bestand zu diesem Zeitpunkt aus 15 Kameradinnen und 65 Kameraden.

 1991 wurden der Feuerwehr ein TLF 16/24 Mercedes und ein LF 8 Mercedes von der Partnerfeuerwehr Griesheim übergeben. Weiterhin wurden im selben Jahr ein LF 16 W50 und ein TLF 16 W50 von der Werksfeuerwehr des BAC Wismut Cainsdorf in Dienst gestellt.----

TLF 16 der Partnerstadt Griesheim
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TLF 16 W50 von der Werksfeuerwehr des  BAC Zwickau

  Im Jahr 1991 begann der Umbau und die Erweiterung des Gerätehauses in der Bachstraße. 3 Stellplätze, ein Schlauchturm und 2 Wohnungen für Kameraden werden geschaffen.

1993: Neugründung des " Feuerwehrvereins Wilkau-Haßlau 1878 e.V."  und  die Gründung der Jugendfeuerwehr.

  1994: Übergabe eines MTW VW T4 und ein ELW VW Passant im Jahr 1996 vom VW Autohaus Lorenz an die Feuerwehr.
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achter und amtierender Wehrleiter der Feuerwehr Wilkau-Haßlau  


          Werner Schwieder       
1997 bis 2016                       
                    

 1995 erfolgte die Übergabe eines RW 1 und eines Ölsanimates aus Beständen der Bundeswehr an die Feuerwehr.

  Im September 1999 erfolgte die In-Dienst-Stellung des ersten neuen Löschfahrzeuges nach der politischen "Wende" , ein LF16/12 vom Typ IVECO Magirus Euro Fire.

  1999 wurden durch Eingemeindungen der Orte Culitzsch und Silberstraße 2 neue Ortteilfeuerwehren gebildet. Das neue Stadtgebiet umfast nun 12 km² bei 12´000 Einwohner.

  2002 zur Jahrhundertflut war die Feuerwehr über mehrere Tage im Dauereinsatz, es galt in der eigenen Stadt und mit dem RW 1 und Ölsanimat überörtlich, die durch die Überflutungen der Zwickauer Mulde und des Rödelbaches entstandenen Schäden einzudämmen und zu beheben. Das älteste Hochwasser in unserer Region wurde 1316 aufgezeichnet, immer wiederkehrend verwüstete die Zwickauer Mulde seit dem die Uferbereiche.

_____________________________________________________________ Hochwasser 2002 ________

 
Blick zur Zwickauer Straße
 

Rödelbach
 

Schneeberger Straße
 
Schneeberger Straße
 
Flussbett der Mulde
 
Blick von der Muldenbrücke
 
Nacht zum Dienstag


Oberlauf der Mulde


Aufräumen Hochwasser 2002


  Vom 12. bis zum 14. September 2003  feierte die Wehr ihr 125 - jähriges Bestehen und den 6. Kreisfeuerwehrtag auf dem Gelände des "Neuen Stadtzentrums".

  2006: Indienststellung des neuen Löschgruppenfahrzeuges LF 20 vom Typ IVECO Magirus Tector. Auf Grund der Neubeschaffung wurden das TLF 16/24 Mercedes und das LF 16 W50 außer Dienst gestellt.

__________________________________________________________ neues LF 20 im Jahr 2006 ________


 

 


 



  2007: Gründung des Oldtimervereines der Feuerwehr  (Oldtimerfreunde der Feuerwehr Wilkau-Haßlau - Verein zur Erhaltung alter Feuerwehrfahrzeuge und -geräte e.V.). Das Vereinsziel begründet sich aus dem Interesse am Erhalt historischer Feuerwehrtechnik und Oldtimer.

2007 werden digitale Meldeempfänger DME eingführt.



 
Grafk des  Neuen Geräthaus "Am alten Güterbahnhof"
----- Am 11. Dezember 2009 fand der 1.Spatenstich für den Gerätehausneubau auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes in der Neuwilkauer Straße. Der erste Neubau eines Gerätehauses in der Geschichte der Wehr.

  Am 26. August 2011 war dann einer der denkwürdigsten Augenblicke der Feuerwehrgeschichte. Nach 133 Jahren Feuerwehr in Wilkau-Haßlau wurde das erste neu errichtete Gerätehaus während eines Festaktes durch Bürgermeister Stefan Feustel in Dienst gestellt.

____________________________________ aus Alt mach Neu - des Gerätehaus im Wandel 2011 ________




ehemaliges Gerätehaus Bachstraße
Gerätehaus "Am alten Güterbahnhof"

  Im September 2011 werden in Zusammenarbeit mit den städtischen Grundschulen die Feuerwehrminis als Arbeitsgemeinschaft AG gegründet. Hier werden Kinder unter 8 Jahren spielerisch auf die Jugendfeuerwehr vorbereitet.

  Im Jahr 2012 wird auf 2,3km mit dem Bau einer Hochwasserschutzmauer an der Zwickauer Mulde begonnen. Sie soll dazu dienen, den Stadtteil Haßlau und die Bundesstraße B93 vor den Wassermassen (bei bis zu HQ100) zu schützen. Die Mauer wird mit 19 Schotttoren und Türen versehen, welche eine Bewirtschaftung des Geländes dauerhaft ermöglichen soll. Fertigstellung erfolgte im August 2014.

___ AG Feuerwehrminis __                                                 ___________________ Hochwasserschutzmauer ______
   



 

 Schutzmauer ohne Wasser

Schutzmauer bei Hochwasser


  Juni 2013 - wieder wird Wilkau-Haßlau von einem schweren Hochwasser getroffen. Die Zwickauer Mulde und der Rödelbach führten Wassermassen in bis zum Tag ungesehener Höhe und richteten hohen Sachschaden an. Eine Woche Dauereinsatz forderte von den Kameraden ernorme Kräfte ab. Für die in Teilen errichtete Hochwasserschutzmauer war es die erste Bewährungsprobe und die Funktionsfähigkeit wurde bewiesen.

   Ab März 2014 wird im Landkreis Zwickau der BOS-Funk auf digitale Technik umgestellt. Verbesserte Sprachqualität und umfassende Kommunikationsmöglichkeiten bringt die neue Funktechnik mit sich. Dazu gehört eine umfassende Schulung der Einsatzkräfte.

  Juni 2015: Ein MTW auf Basis VW Crafter wird in die Einsatzabteilung Wilkau-Haßlau übernommen.

  Im Februar 2016 endet die Ära des Wehrleiters Werner Schwieder. Nach 19 Jahren wird das Amt des Ortswehrleiters an Christian Schwieder weiter gegeben. Zur selben Zeit wird der amtierende Stadtwehrleiter Christian Paschen für weitere 5 Jahre im Amt bestätigt.

  
MTW 11/19/01
Einsatzleitwagen ELW 11/11/01

  Juni 2016 - nach 5 Jahren als Arbeitsgemeinschaft der Schulen wird die Kinderfeuerwehr nach einer Satzungsänderung zu einer Abteilung der Feuerwehr. Inhaltlich ändert sich nichts an den Ausbildungen, aber als Abteilung der Feuerwehr können die Kinder nun mit persönlicher Ausrüstung ausgestattet werden.

  Wenige Tage vor Weihnachten wird ein neuer Einsatzleitwagen in Dienst gestellt. Auf Basis eines VW Crafter wurde von der Firma Martin Schäfer ein Fahrzeug mit umfangreicher Kommunikationstechnik gebaut. Neben seinem Dienst als ELW der Stadt Wilkau-Haßlau wird das Fahrzeug im Katastrophenschutz vom Landkreis Zwickau eingesetzt. 


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